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Wenn ein Kind nicht leben kann

Mütter nach Fehlgeburt

Ein Kind zu verlieren, noch bevor es geboren wird, ist sehr schmerzhaft und traurig. Für die Mutter und den Vater und alle, die sich mitgefreut haben. Erste Ansprechpartnerinnen können Hebammen oder die Beratungsstellen für Schwangere sein. Im Landkreis gibt es eine Gesprächsgruppe „Eltern im Schatten“ in Böblingen und eine Gesprächsgruppe „Weiter-leben mit dem Tod eines Kindes“ in Herrenberg (Seite 187).
  

Alle fehlgeborenen Kinder, die im Landkreis Böblingen zur Welt kommen, werden eingeäschert und im Rahmen einer ökumenischen Trauerfeier mit Sammelbestattung beigesetzt. Dies geschieht nicht, wenn eine gesetzliche Pflicht zur Einzelbestattung besteht (Geburtsgewicht über 500 g) oder die Eltern eine Einzelbestattung wünschen. Die Grabstätte „für die Kleinsten der Kleinen“ befindet sich auf dem Waldfriedhof in Böblingen (Feld D1) und steht allen trauernden Eltern als Ort des Gedenkens zur Verfügung. Die Sammelbestattungen mit Trauerfeier finden immer am letzten Freitag im April und im Oktober um 15.00 Uhr auf dem Waldfriedhof statt. Weitere Informationen und eine Broschüre hierüber erhalten Sie bei der Schwangerenberatungsstelle des Landratsamtes unter 07031 / 663-1717.

Für viele Eltern ist es wichtig, die Existenz ihres Kindes auch offiziell bestätigt zu wissen. Für Kinder, die mit einem Gewicht von unter 500 Gramm tot zur Welt kamen (sogenannte „Sternenkinder“) kann das Standesamt eine Geburtsbescheinigung ausstellen, wenn die Eltern es wünschen. Auch wenn die Geburt Ihres „Sternenkindes“ schon länger zurückliegt, können Sie noch eine Geburtsbescheinigung vom Standesamt erhalten.

Der Arbeitskreis trauernde Eltern und Geschwister (www.ateg-bw.de), www.sternenkinder.de oder "Verwaiste Eltern in Deutschland" (www.veid.de) bieten ein Forum für betroffene Eltern, dort gibt es auch Literaturtipps (Barbara Künzer-Riebel: „Nur ein Hauch von Leben“ und Hannah Lothrop: „Gute Hoffnung, jähes Ende“). Roland Kachler: „Gemeinsam trauern
– gemeinsam weiter lieben“).