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Wieder schwanger?!

Wenn Sie in der Elternzeit das nächste Kind erwarten

Wenn Sie während der Elternzeit erneut schwanger werden, können Sie die Elternzeit vorzeitig beenden (z.B. zum Beginn der Mutterschutzfrist für die neue Schwangerschaft). Das hat den Vorteil, dass Sie in den 6 Wochen vor der Geburt bis 8 Wochen nach der Geburt Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und den Arbeitgeberzuschuss haben.

Geht Ihre Elternzeit zu Ende, bevor die neue Mutterschutzfrist beginnt, müssen Sie bis zur Schutzfrist arbeiten gehen. Dann erhalten Sie auch wieder Mutterschaftsgeld und den Arbeitgeberzuschuss. Wollen Sie in dieser Zeit nicht arbeiten, müssten Sie kündigen (dann erhalten Sie weder Mutterschaftsgeld noch den Zuschuss und müssen sich neu um Ihren Krankenversicherungsschutz kümmern).

Wenn Sie in der Elternzeit geringfügig beschäftigt sind (auf 450-EUR-Basis), leistet der Arbeitgeber keine Zuzahlungen zum Mutterschaftsgeld.

Überschneiden sich die alte und die neue Elternzeit, müssen Sie beachten, dass auch die neue Elternzeit spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber angemeldet wird. Außerdem können Sie durch die Möglichkeit, bis zu 24 Monate Elternzeit auf die Zeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr zu übertragen, Ihre Gesamtelternzeit verlängern.

  • Beispiel: Sie haben drei Jahre Elternzeit für ihr erstes Kind beantragt. Nach zwei Jahren kommt das zweite Kind. Weil sich das 3. Jahr Elternzeit für das erste Kind und das 1. Jahr Elternzeit für das zweite Kind überschneiden würden, kann es geschickt sein, das 1. Jahr Elternzeit für das zweite Kind auf die Zeit nach dem 3. Lebensjahr zu übertragen. So haben Sie (nach Abzug der Schutzfrist) fast sechs Jahre Elternzeit statt fünf Jahre. Für Übertragung der Elternzeit benötigen Sie die Erlaubnis des Arbeitgebers.

Wenn schon ein Kind unter 3 Jahren da ist, erhalten Sie beim Elterngeld für das nächste Kind den „Geschwisterbonus“: Sie erhalten ein um 10 % höheres Elterngeld, mindestens aber 75 EUR mehr pro Monat, so lange, bis das Geschwisterkind 3 Jahre alt ist oder Ihr regulärer Anspruch auf Elterngeld endet.

  • Bei der Berechnung Ihres Elterngeldes werden die Monate, in denen Sie Mutterschaftsgeld und Elterngeld beziehen, nicht berücksichtigt. Zur Berechnung wird dann auf weiter zurückliegende Monate zurückgegriffen, u. U. auch vor der Geburt des ersten Kindes.